Über 80 medizinische und ernährungswissenschaftliche Begriffe verständlich erklärt. Jeder Eintrag verlinkt auf den passenden Ratgeber-Artikel.
Ein giftiges Zwischenprodukt beim Abbau von Alkohol in der Leber. Normalerweise wird es vom Enzym ALDH2 schnell zu harmloser Essigsäure umgewandelt. Bei einer genetischen Variante dieses Enzyms (ALDH2*2) sammelt sich Acetaldehyd an und verursacht das Flush-Syndrom: Gesichtsrötung, Übelkeit und Herzrasen schon nach kleinen Alkoholmengen. Acetaldehyd ist krebserregend.
Die akzeptable tägliche Aufnahme eines Stoffes, bei der nach aktuellem Wissensstand kein gesundheitliches Risiko besteht. Wird von der EFSA festgelegt. Beispiel: Der ADI für Glutamat (E 621) beträgt 30 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag.
Ein Notfallmedikament in Stiftform (z. B. EpiPen, Jext, Emerade), das bei einer Anaphylaxie in den Oberschenkelmuskel injiziert wird. Betroffene mit schwerem Allergierisiko tragen ihn immer bei sich.
Kleinste Eiweißpartikel, die beim Kochen, Braten oder Grillen über den Dampf in die Luft gelangen. Bei stark sensibilisierten Personen mit Fisch- oder Krebstierallergie können eingeatmete aerosolisierte Proteine leichte Atemwegssymptome auslösen. Es ist also nicht der Geruch selbst, sondern das eingeatmete Protein, das die Reaktion verursacht.
Ein Enzym in der Leber, das das giftige Zwischenprodukt Acetaldehyd beim Alkoholabbau zu harmloser Essigsäure umwandelt. Bei einer genetischen Variante (ALDH2*2) arbeitet das Enzym deutlich langsamer, sodass sich Acetaldehyd ansammelt. Das führt zum Flush-Syndrom: Gesichtsrötung, Übelkeit und Herzrasen schon nach kleinen Alkoholmengen. Die Variante betrifft weltweit etwa 8 Prozent der Bevölkerung und ist bei Menschen ostasiatischer Herkunft besonders verbreitet. Regelmäßiges Trinken trotz Flush erhöht das Risiko für Speiseröhrenkrebs.
Ein Stoff, der bei empfindlichen Menschen eine allergische Reaktion auslösen kann. Die EU schreibt die Kennzeichnung von 14 Hauptallergenen vor, darunter Milch, Ei, Erdnuss, Gluten und Soja.
Eine schwere, potenziell lebensbedrohliche allergische Reaktion, die mehrere Organsysteme gleichzeitig betrifft (Haut, Atemwege, Kreislauf, Magen-Darm). Erfordert sofortige Behandlung mit einem Adrenalin-Autoinjektor und den Notruf 112.
Ein Parasit, der in rohem oder unzureichend gegartem Fisch vorkommen kann. Der Befall kann Magen-Darm-Beschwerden und in seltenen Fällen auch allergieähnliche Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie auslösen. Gründliches Erhitzen (mindestens 60 °C Kerntemperatur) oder Tiefgefrieren tötet die Larven ab. Anisakis ist eine wichtige Differenzialdiagnose zur echten Fischallergie.
Ein Medikament, das die Wirkung des Botenstoffs Histamin abschwächt (sogenannter H1-Blocker). Antihistaminika lindern allergische Beschwerden wie Juckreiz, Nesselsucht, Hautrötung und Schwellungen. Im Allergie-Notfallset ergänzen sie das Adrenalin, können eine Anaphylaxie aber nicht stoppen. Gängige Wirkstoffe sind Cetirizin, Loratadin und Dimetinden. Wichtig: Vor einem Haut-Prick-Test müssen Antihistaminika in der Regel mindestens drei Tage vorher abgesetzt werden, weil sie die Hautreaktion unterdrücken.
Abwehreiweiße des Weizens, die Insekten von den Körnern fernhalten sollen. ATI aktivieren das angeborene Immunsystem im Darm und stehen im Verdacht, die Beschwerden bei Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS) mitzuverursachen. Sie kommen in allen glutenhaltigen Getreiden vor, in alten Sorten wie Einkorn in geringerer Menge.
Ein typisches Muster allergischer Erkrankungen: Kinder mit früher Neurodermitis entwickeln häufiger Nahrungsmittelallergien, später Heuschnupfen und allergisches Asthma. Die gestörte Hautbarriere gilt als Einstiegspunkt für die Sensibilisierung.
Eine Diagnose, die erst gestellt wird, wenn alle anderen infrage kommenden Erkrankungen durch Tests ausgeschlossen wurden. Die Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS) ist ein typisches Beispiel: Es gibt keinen eigenen Laborwert, sodass zuerst Zöliakie, Weizenallergie und andere Ursachen ausgeschlossen werden müssen.
Eine Erkrankung, bei der das Immunsystem irrtümlich körpereigenes Gewebe angreift. Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung (Angriff auf die Dünndarmschleimhaut), ebenso Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüse) und Typ-1-Diabetes (Bauchspeicheldrüse). Verschiedene Autoimmunerkrankungen treten gehäuft gemeinsam auf, weil sie genetische Risikofaktoren teilen.
Eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und sie langfristig zerstört. Das führt meist zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) mit Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kälteempfindlichkeit. Sie ist die häufigste mit Zöliakie assoziierte Autoimmunerkrankung (bei 4 bis 10 Prozent der Betroffenen).
Die schrittweise Einführung fester Nahrung zusätzlich zur Muttermilch oder Säuglingsnahrung, in der Regel ab Beginn des 5. bis spätestens Beginn des 7. Lebensmonats. Die aktuelle S3-Leitlinie zur Allergieprävention empfiehlt, allergene Lebensmittel wie Ei, Fisch und Milch mit der Beikost einzuführen und nicht hinauszuzögern, weil eine vielfältige Beikost im richtigen Zeitfenster das Allergierisiko senken kann.
Stoffwechselprodukte, die durch bakteriellen Abbau von Aminosäuren entstehen. Histamin ist das bekannteste biogene Amin. Andere wie Tyramin, Putrescin und Cadaverin kommen ebenfalls in gereiften oder fermentierten Lebensmitteln vor.
Eine zweite Welle anaphylaktischer Symptome, die Stunden nach der ersten Reaktion auftreten kann, manchmal schwerer als die erste. Betrifft etwa 20 Prozent der Anaphylaxien. Deshalb muss nach dem Einsatz eines Adrenalin-Autoinjektors immer der Notruf 112 gerufen und die betroffene Person mindestens 24 Stunden stationär überwacht werden.
Ein Entzündungsmarker, der im Stuhl gemessen wird. Ein erhöhter Wert weist auf eine Entzündung im Darm hin und hilft, entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) von funktionellen Beschwerden wie dem Reizdarmsyndrom abzugrenzen. Bei Nahrungsmittelintoleranzen ist der Calprotectin-Wert in der Regel unauffällig.
Ein Entzündungswert im Blut, der bei Infektionen, Autoimmunerkrankungen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ansteigt. In der Diagnostik von Nahrungsmittelunverträglichkeiten hilft ein normales CRP dabei, entzündliche Ursachen auszuschließen.
Ein Enzym im Dünndarm, das Histamin aus der Nahrung abbaut, bevor es ins Blut gelangt. Bei einer vermuteten Histaminintoleranz wird häufig eine eingeschränkte DAO-Funktion diskutiert. Die DAO-Bestimmung im Blut hat laut AWMF-Leitlinie keine ausreichende diagnostische Aussagekraft.
Eine juckende, bläschenförmige Hauterkrankung, die als Hautmanifestation der Zöliakie gilt. Der Ausschlag zeigt sich vor allem an Ellenbogen, Knien, Gesäß und im Nacken. Viele Betroffene haben gleichzeitig keine oder nur geringe Darmbeschwerden. Unter konsequenter glutenfreier Ernährung bildet sich der Ausschlag in der Regel vollständig zurück.
Die Theorie, dass Allergenkontakt über entzündete, durchlässige Haut (z. B. bei Neurodermitis) eher zur Sensibilisierung führt, während frühzeitige orale Aufnahme derselben Allergene eine Toleranz fördert. Das erklärt, warum pauschales Meiden von Nahrungsmitteln das Allergierisiko sogar erhöhen kann.
Neurodermitis und Ernährung | Allergie bei Kindern und Beikost
Bei einer Magenspiegelung werden winzige Gewebeproben aus dem Dünndarm entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Bei Zöliakie zeigt sich eine Rückbildung der Darmzotten (Zottenatrophie). Die Biopsie gilt weiterhin als Goldstandard zur Sicherung der Diagnose, kann bei eindeutigen Blutwerten und Symptomen bei Kindern aber in Absprache mit der Ärztin entfallen.
Die Dual-Röntgen-Absorptiometrie ist das Standardverfahren zur Messung der Knochendichte. Bei Zöliakie kann die Knochendichte durch langfristige Kalzium- und Vitamin-D-Malabsorption vermindert sein. Die AWMF-Leitlinie empfiehlt eine DXA ab dem 50. Lebensjahr für alle Zöliakie-Betroffenen, bei erhöhtem Risiko schon bei Diagnosestellung.
Eine veränderte Zusammensetzung des Darmmikrobioms, die mit verschiedenen Erkrankungen assoziiert wird, darunter Reizdarmsyndrom, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Ob die Dysbiose Ursache oder Folge der Beschwerden ist, lässt sich in vielen Fällen nicht sicher beantworten.
Ein diagnostisches Verfahren, bei dem verdächtige Lebensmittel für eine definierte Zeit gemieden und anschließend kontrolliert wieder eingeführt werden. Dient dazu, individuelle Auslöser zu identifizieren. Sollte unter fachlicher Begleitung erfolgen.
Ein hochspezifischer Bluttest zur Zöliakie-Diagnostik. EMA-Antikörper richten sich gegen das Bindegewebe der glatten Muskulatur im Darm. Der Test wird eingesetzt, wenn die tTG-IgA-Antikörper erhöht sind, und dient der Bestätigung der Diagnose. Bei Kindern kann eine positive EMA in einer zweiten Blutprobe die Dünndarmbiopsie ersetzen.
Ein Hauttest zur Diagnose von Kontaktallergien (Typ-IV-Allergie, also Spättyp-Reaktionen). Definierte Testsubstanzen werden in kleinen Kammern auf den Rücken geklebt und nach 48 sowie 72 Stunden abgelesen. Typische Auslöser, die so nachgewiesen werden, sind Nickel, Duftstoffe, Konservierungsmittel und Haarfärbemittel. Für Nahrungsmittelallergien ist der Epikutantest nicht relevant.
Das wichtigste Notfallmedikament bei einer Anaphylaxie. Epinephrin verengt die Blutgefäße (hebt den Blutdruck), erweitert die Bronchien (verbessert die Atmung), reduziert Schwellungen und hemmt die weitere Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen. Es wird über einen Adrenalin-Autoinjektor in den Oberschenkelmuskel injiziert. Kein anderes Medikament kann Adrenalin im Notfall ersetzen.
Ein Zuckeralkohol (Polyol) mit etwa 70 Prozent der Süßkraft von Haushaltszucker und nahezu keinen Kalorien. Im Unterschied zu anderen Polyolen wird Erythrit zu über 90 Prozent bereits im Dünndarm aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden, ohne den Dickdarm zu belasten. Deshalb ist es meist deutlich besser verträglich als Sorbit oder Maltit.
Ein Blutwert, der die Eisenspeicher im Körper widerspiegelt. Bei Zöliakie ist Eisenmangel der häufigste Nährstoffmangel, weil Eisen im oberen Dünndarm aufgenommen wird, genau dort, wo die Zottenschädigung am stärksten ist. Ferritin sinkt, bevor der Hämoglobinwert (roter Blutfarbstoff) fällt. Deshalb kann ein Eisenmangel bei normalem Blutbild nur über Ferritin erkannt werden.
Eine genetisch bedingte Reaktion auf Alkohol, bei der Acetaldehyd wegen einer Variante des Enzyms ALDH2 langsamer abgebaut wird. Typisch: Gesichtsrötung, Herzrasen, Übelkeit und Kopfschmerzen schon nach kleinen Mengen. Betrifft weltweit etwa 8 Prozent der Bevölkerung, besonders häufig bei Menschen ostasiatischer Herkunft.
Eine medizinische Behandlung, bei der aufbereiteter Stuhl eines gesunden Spenders in den Darm des Patienten übertragen wird. Einzige evidenzbasierte Methode, um das Darmmikrobiom gezielt zu verändern. Zugelassen bei wiederkehrenden Clostridioides-difficile-Infektionen (Erfolgsrate über 80 Prozent). Für andere Erkrankungen bisher nicht zugelassen.
Abkürzung für Fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole. Das sind kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden. Im Dickdarm werden sie von Bakterien vergoren, was zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall führen kann. Eine Low-FODMAP-Diät kann bei Reizdarm helfen.
Ketten aus Fruktose-Bausteinen, die als pflanzliche Ballaststoffe in Weizen, Zwiebeln, Knoblauch und Artischocken vorkommen. Sie werden auch industriell als Ballaststoffzusatz in Joghurt, Müsli und Diätprodukten eingesetzt. Bei Fruktosemalabsorption und Reizdarm oft schlecht verträglich.
Die häufige Form der Fruchtzuckerunverträglichkeit. Der Transporter GLUT-5 im Dünndarm kann Fruktose nur begrenzt aufnehmen. Was nicht aufgenommen wird, vergärt im Dickdarm und verursacht Beschwerden. Nicht zu verwechseln mit der seltenen hereditären Fructoseintoleranz (HFI).
Eine Entzündung der Magenschleimhaut, die brennende oder drückende Schmerzen im Oberbauch verursacht, oft beim oder kurz nach dem Essen. Häufige Auslöser sind das Magenbakterium Helicobacter pylori, Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen), Alkohol und Stress. Bei wiederkehrenden Oberbauchschmerzen sollte eine H.-pylori-Infektion ärztlich abgeklärt werden.
Eine Gruppe entzündungshemmender Medikamente, die im Volksmund oft als "Cortison" bezeichnet werden. Im Allergie-Notfallset (z.B. Prednisolon als Saft, Tablette oder Zäpfchen) sollen sie die Entzündungsreaktion bremsen. Wichtig: Glukokortikoide wirken erst nach 30 bis 60 Minuten und können eine akute Anaphylaxie nicht stoppen. Sie sind kein Ersatz für Adrenalin, sondern eine Ergänzung.
Ein Transportprotein im Dünndarm, das Fruktose in die Darmzellen schleust. Bei Fruktosemalabsorption ist die Kapazität dieses Transporters begrenzt.
Glutaminsäure ist eine natürliche Aminosäure, die in fast jedem eiweißhaltigen Lebensmittel vorkommt (besonders viel in Parmesan, Sojasauce, Tomaten). Als Lebensmittelzusatzstoff Mononatriumglutamat (E 621) wird sie als Geschmacksverstärker eingesetzt. Kontrollierte Doppelblindstudien konnten bisher keine reproduzierbare Unverträglichkeit belegen. Der EFSA-ADI beträgt 30 mg/kg Körpergewicht pro Tag.
Bestimmte Mehrfachzucker, die vor allem in Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen, Kichererbsen) vorkommen. Galaktane gehören zu den FODMAP und werden im Dünndarm nicht aufgenommen, weil dem Menschen das nötige Enzym fehlt. Im Dickdarm vergären sie und verursachen Blähungen. Sie haben nichts mit Fruktose zu tun, werden aber in der Low-FODMAP-Diät ebenfalls reduziert.
Ein Diagnosetest, bei dem nach Einnahme eines bestimmten Zuckers (Laktose, Fruktose oder Sorbit) der Wasserstoffgehalt in der Atemluft gemessen wird. Wird der Zucker nicht aufgenommen, vergären Darmbakterien ihn, und der entstehende Wasserstoff ist in der Atemluft messbar.
Ein Magenbakterium, das bei einem Teil der Infizierten eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und in der Folge Magengeschwüre verursachen kann. Die Infektion ist weltweit verbreitet und wird über Atemtest, Stuhltest oder Magenspiegelung nachgewiesen. Die Behandlung erfolgt mit einer Kombination aus Antibiotika und Säurehemmern. Bei wiederkehrenden Oberbauchschmerzen nach dem Essen sollte eine H.-pylori-Infektion als mögliche Ursache geprüft werden.
Eine seltene angeborene Stoffwechselerkrankung (ca. 1:20.000), bei der ein Enzymdefekt in der Leber vorliegt. Der Verzehr von Fruktose, Saccharose oder Sorbit kann zu Unterzuckerung und Leberversagen führen. Erfordert lebenslange strikte Karenz. Nicht zu verwechseln mit der häufigen Fruktosemalabsorption.
Ein biogenes Amin, das im Körper als Botenstoff bei Immunreaktionen, Magensäureregulation und als Neurotransmitter wirkt. Zusätzlich nehmen wir es über gereifte, fermentierte oder lang gelagerte Lebensmittel auf. Bei einer vermuteten Histaminintoleranz kann der Körper das zugeführte Histamin nicht ausreichend abbauen.
Gewebeverträglichkeitsgene (HLA steht für humanes Leukozytenantigen), die steuern, welche Eiweißbruchstücke das Immunsystem erkennt. Über 95 Prozent der Menschen mit Zöliakie tragen HLA-DQ2, die übrigen HLA-DQ8. Ohne diese Gene ist eine Zöliakie praktisch ausgeschlossen. Allerdings tragen auch rund 30 Prozent der Allgemeinbevölkerung HLA-DQ2, ohne jemals Zöliakie zu entwickeln. Der Test eignet sich also zum Ausschluss, nicht zum Beweis.
Ein Zustand, bei dem die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Häufigste Ursache ist die Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto). Symptome sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und Antriebslosigkeit. Bei Zöliakie wird der TSH-Wert bei Diagnosestellung bestimmt, weil Schilddrüsenerkrankungen die häufigste Autoimmun-Assoziation sind.
Ein Antikörper, den das Immunsystem bei einer allergischen Sensibilisierung bildet. Ein erhöhter spezifischer IgE-Wert zeigt an, dass der Körper auf ein bestimmtes Allergen reagiert. Wichtig: Ein positiver IgE-Test beweist nicht automatisch eine klinisch relevante Allergie, sondern nur die Sensibilisierung.
Medizinische Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) übernommen werden und selbst bezahlt werden müssen. Bei Allergietests können beispielsweise erweiterte IgE-Panels ohne klare Indikation, molekulare Allergiediagnostik oder der Basophilenaktivierungstest (BAT) als IGeL anfallen. Wichtig: Lass dir vor jeder IGeL einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben. Der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes bewertet einzelne Leistungen unabhängig.
Die erste Phase einer Eliminationsdiät, in der verdächtige Lebensmittel konsequent gemieden werden. Ziel ist, die Beschwerden zum Abklingen zu bringen. Die Dauer variiert je nach Erkrankung: bei Laktose und Fruktose etwa zwei Wochen, bei Histamin 10 bis 14 Tage. Eine Karenzphase ist immer zeitlich begrenzt und kein Dauerzustand.
Ein modernes Bluttestverfahren, das nicht gegen das Gesamtextrakt eines Allergens testet, sondern gegen einzelne Proteinkomponenten. So lässt sich besser einschätzen, ob eine Sensibilisierung klinisch relevant ist und wie hoch das Risiko einer schweren Reaktion ist.
Wenn IgE-Antikörper, die eigentlich gegen ein Pollenprotein gerichtet sind, auch auf strukturell ähnliche Proteine in Lebensmitteln reagieren. Beispiel: Birkenpollenallergiker reagieren oft auf Apfel, Haselnuss oder Kirsche (orales Allergiesyndrom).
Die unbeabsichtigte Verunreinigung eines Lebensmittels mit einem Allergen, das nicht als Zutat enthalten ist. Typische Quellen sind gemeinsame Produktionslinien, Friteusen, Toaster, Schneidbretter oder Transportbehälter. Spurenhinweise wie "Kann Spuren von Erdnuss enthalten" weisen auf ein Kreuzkontaminationsrisiko hin. Die Kennzeichnung ist freiwillig; EU-weit gibt es noch keine verbindlichen Schwellenwerte.
Ein Enzym im Dünndarm, das Milchzucker (Laktose) in Glukose und Galaktose spaltet. Bei Laktoseintoleranz fehlt dieses Enzym ganz oder teilweise. Laktasepräparate als Tabletten können die Verdauung bei manchen Betroffenen unterstützen.
Der Anteil der Bevölkerung, der eine Erkrankung irgendwann im Leben hatte oder hat. Bei Allergien wird oft die Lebenszeitprävalenz angegeben ("jemals ärztlich diagnostiziert"), die höher liegt als die Punktprävalenz (aktuell betroffen). Beispiel: Die DEGS1-Studie fand bei Erwachsenen eine Lebenszeitprävalenz für Nahrungsmittelallergien von 4,7 Prozent, die 12-Monats-Prävalenz (aktuell betroffen) lag bei 2,5 Prozent.
Die EU-Verordnung 1169/2011, die unter anderem die Kennzeichnung der 14 Hauptallergene in Lebensmitteln regelt. Allergene müssen in der Zutatenliste hervorgehoben werden (z. B. fett, kursiv oder Großbuchstaben).
Die unvollständige Aufnahme eines Nährstoffs aus dem Dünndarm ins Blut. Bei Fruktosemalabsorption wird Fruktose nicht ausreichend über den GLUT-5-Transporter aufgenommen und gelangt in den Dickdarm, wo sie vergärt.
Die unvollständige Verdauung eines Nährstoffs, bevor er aufgenommen werden kann. Bei Laktoseintoleranz wird Milchzucker mangels Laktase nicht ausreichend gespalten. Maldigestion führt oft sekundär zu Malabsorption.
Ein Zuckeralkohol (Polyol), der natürlich in Pilzen, Blumenkohl und Sellerie vorkommt und industriell als Süßungsmittel verwendet wird. Mannitol wird im Dünndarm nur teilweise aufgenommen und kann im Dickdarm vergärt werden. Er gehört zu den FODMAP und wird bei Fruktosemalabsorption und Reizdarm oft schlecht vertragen.
Ein Bewertungssystem, das den Schweregrad der Dünndarmschädigung bei Zöliakie in Stufen einteilt. Beurteilt werden drei Merkmale in der Gewebeprobe: vermehrte entzündliche Zellen in der Schleimhaut, Verlängerung der Krypten (Einsenkungen zwischen den Zotten) und Abflachung der Zotten. Marsh 0 bedeutet normale Schleimhaut, Marsh 3c eine vollständige Zottenatrophie.
Ein Mensch, dessen Darmbakterien bei der Fermentation unverdauter Kohlenhydrate hauptsächlich Methan statt Wasserstoff produzieren. Betrifft etwa ein Drittel der Bevölkerung. Bei einem klassischen H2-Atemtest können Methanproduzenten ein falsch-negatives Ergebnis bekommen, weshalb moderne Tests zusätzlich Methan messen.
Eine oft übersehene Ursache für chronischen wässrigen Durchfall, der auch nachts auftreten kann. Betroffen sind besonders Frauen und ältere Erwachsene. Das Besondere: Die Darmschleimhaut kann bei der Darmspiegelung völlig normal aussehen. Die Diagnose gelingt nur, wenn während der Spiegelung Gewebeproben (Biopsien) entnommen und unter dem Mikroskop untersucht werden. Eine Behandlung ist meist gut möglich.
Eine glutenbedingte Beschwerdekonstellation ohne nachweisbare Zöliakie-Antikörper und ohne Zottenschädigung. Die Diagnose wird per Ausschluss gestellt. Die AWMF-Leitlinie weist darauf hin, dass sich langfristig eher der Begriff NCWS (Nicht-Zöliakie-Weizen-Sensitivität) durchsetzen könnte, weil nicht sicher ist, dass Gluten immer der eigentliche Hauptauslöser ist. Auch Fruktane und ATI im Weizen werden als mögliche Auslöser diskutiert.
Das Gegenstück zum Placebo-Effekt: Wer erwartet, dass etwas schadet, entwickelt mit höherer Wahrscheinlichkeit Beschwerden, auch wenn der Auslöser objektiv harmlos ist. Spielt eine nachgewiesene Rolle bei der Glutensensitivität und der vermuteten Glutamat-Unverträglichkeit. Der Nocebo-Effekt bedeutet nicht, dass die Beschwerden eingebildet sind, sondern dass die Erwartungshaltung ein messbarer Teil des Problems ist.
Ein Weizenprotein, das der Hauptauslöser der anstrengungsabhängigen Weizenallergie (WDEIA) ist. Bei dieser Sonderform treten allergische Reaktionen nur dann auf, wenn nach dem Weizenverzehr körperliche Belastung folgt. Die Bestimmung von spezifischem IgE gegen Omega-5-Gliadin im Blut ist diagnostisch besonders aussagekräftig.
Eine Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt und das Knochenbruchrisiko steigt. Bei Zöliakie kann Osteoporose durch langfristige gestörte Aufnahme von Kalzium und Vitamin D entstehen. In Studien lag die Osteoporose-Häufigkeit bei Zöliakie-Betroffenen bei 14 bis 20 Prozent. Die Vorstufe heißt Osteopenie. Eine DXA-Messung gibt Aufschluss über die Knochendichte.
Ein hitzestabiles Protein im Hühnereiklar. Wer gegen Ovomucoid sensibilisiert ist, reagiert häufig auch auf gekochtes oder verbackenes Ei. Es gilt als wichtiger Marker für die Einschätzung, ob eine Hühnereiallergie auf erhitztes Ei bestehen bleibt.
Das Hauptallergen bei Fischallergie. Ein kleines, sehr stabiles Muskelprotein, das im hellen Fleisch von Fischen konzentriert vorliegt. Parvalbumin übersteht Kochen, Braten und Räuchern weitgehend unbeschadet und erklärt, warum auch verarbeiteter Fisch Reaktionen auslöst.
Medizinischer Fachbegriff für "nach dem Essen auftretend". Postprandialer Durchfall bedeutet Durchfall, der regelmäßig nach Mahlzeiten auftritt.
Unverdauliche Ballaststoffe wie Inulin oder Oligofruktose, die als Nahrung für nützliche Darmbakterien dienen und deren Wachstum fördern. Vorsicht: Bei Fruktosemalabsorption und Reizdarm können Präbiotika Beschwerden verstärken, weil sie im Dickdarm vergärt werden.
Ein Hauttest zur Allergiediagnostik. Kleine Tropfen verschiedener Allergenlösungen werden auf den Unterarm aufgetragen, die Haut wird leicht angeritzt. Eine Quaddel von mindestens 3 mm zeigt eine Sensibilisierung an. Der Test ist schnell und schmerzarm, aber er zeigt nur eine Sensibilisierung, nicht automatisch eine klinische Allergie.
Lebende Mikroorganismen (meist Bakterien), die in ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen haben können. Die DGVS-Leitlinie empfiehlt ausgewählte Stämme beim Reizdarmsyndrom als Therapieversuch. Probiotika wirken stammspezifisch: Nicht jedes Produkt hilft bei jeder Beschwerde. Für Gesunde gibt es keine allgemeine Empfehlung.
Der Goldstandard der Allergiediagnostik. Unter ärztlicher Aufsicht wird das verdächtige Lebensmittel in steigenden Dosen verabreicht, um zu prüfen, ob tatsächlich eine Reaktion auftritt. Wird durchgeführt, wenn Pricktest und IgE-Ergebnisse nicht eindeutig sind.
Eine Reaktion, die einer Allergie ähnelt (z. B. Hautausschlag, Atemnot), aber ohne Beteiligung des Immunsystems abläuft. Histaminintoleranz und Sulfitunverträglichkeit lösen pseudoallergische Reaktionen aus.
Eine seltene Form der Zöliakie (unter 2 Prozent der Betroffenen), bei der sich die Dünndarmschleimhaut trotz strikter glutenfreier Ernährung nicht erholt. Man unterscheidet Typ I (bessere Prognose) und Typ II (erfordert spezialisierte Behandlung in einem Zöliakiezentrum). Typ II ist mit einem erhöhten Risiko für ein enteropathie-assoziiertes T-Zell-Lymphom (EATL) verbunden.
Eine funktionelle Darmerkrankung mit wiederkehrenden Bauchschmerzen, Blähungen und verändertem Stuhlgang, ohne dass eine organische Ursache nachweisbar ist. Reizdarm überschneidet sich häufig mit Nahrungsmittelintoleranzen: Viele Betroffene profitieren von einer Low-FODMAP-Diät. Die Diagnose wird nach den Rom-IV-Kriterien gestellt, nachdem andere Erkrankungen ausgeschlossen wurden.
Wiederkehrende Beschwerden im Oberbauch wie Völlegefühl, frühes Sättigungsgefühl und Druck direkt nach dem Essen, ohne dass eine organische Ursache nachweisbar ist. Der Reizmagen ist eine der häufigsten Ursachen für wiederkehrende Beschwerden nach Mahlzeiten. Er wird vom Reizdarm (der eher den Unterbauch betrifft) unterschieden, kann aber gleichzeitig auftreten. Stress, schnelles Essen und große Portionen verstärken die Symptome.
Sammelbegriff für die acht als EU-Hauptallergen kennzeichnungspflichtigen Nüsse: Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashew, Pekannuss, Paranuss, Pistazie und Macadamia. Erdnuss gehört botanisch zu den Hülsenfrüchten und ist ein eigenes Hauptallergen. Kokosnuss und Pinienkerne zählen rechtlich nicht zu den LMIV-Schalenfrüchten. Eine Allergie gegen eine einzelne Schalenfrücht bedeutet nicht automatisch, dass alle gemieden werden müssen.
Eine Lebensmittelvergiftung durch zu viel Histamin in unsachgemäß gelagertem Fisch, vor allem in Thunfisch, Makrele und Hering. Bakterien wandeln die Aminosäure Histidin im Fischfleisch in Histamin um, wenn die Kühlkette unterbrochen wird. Die Symptome (Hautrötung, Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall) ähneln einer allergischen Reaktion, sind aber keine Allergie. Beim nächsten Mal mit frischem Fisch bleibt die Reaktion aus.
Eine Laktoseunverträglichkeit, die durch eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut entsteht, nicht durch einen genetischen Laktasemangel. Bei Zöliakie werden die Zottenspitzen geschädigt, in denen das Enzym Laktase gebildet wird. Die gute Nachricht: Die sekundäre Laktoseintoleranz ist laut AWMF-Leitlinie in der Regel vorübergehend und bessert sich, sobald sich die Schleimhaut unter glutenfreier Ernährung erholt.
Der Nachweis, dass das Immunsystem Antikörper (IgE) gegen ein bestimmtes Allergen gebildet hat. Eine Sensibilisierung allein bedeutet noch keine Allergie. Erst wenn bei Kontakt mit dem Allergen auch Symptome auftreten, spricht man von einer klinisch relevanten Allergie.
Ein Zuckeralkohol, der natürlich in Steinobst (Pflaumen, Kirschen, Aprikosen) vorkommt und industriell als Süßungsmittel eingesetzt wird. Sorbit hemmt die Fruktoseaufnahme im Darm und wird bei Fruktosemalabsorption oft schlecht vertragen.
Freiwillige Angabe auf Verpackungen wie "Kann Spuren von Milch enthalten". Spurenhinweise sind EU-weit nicht verbindlich geregelt. Für Allergiker mit Anaphylaxie-Risiko sind sie relevant, bei Intoleranzen (z. B. Laktose, Fruktose) in der Regel unproblematisch.
Ein Laborwert, der angibt, wie viel des Transportproteins Transferrin im Blut mit Eisen beladen ist. Er ergänzt den Ferritin-Wert und gibt Aufschluss über die aktuelle Eisenversorgung. Bei Zöliakie wird die Transferrinsättigung zusammen mit Ferritin bei Diagnosestellung bestimmt, um einen Eisenmangel frühzeitig zu erkennen.
Ein hitzestabiles Strukturprotein, das in Krebstieren (Garnelen, Krabben), Weichtieren, Insekten und Hausstaubmilben vorkommt. Es ist das Hauptallergen bei Krebstierallergie und erklärt die ausgeprägten Kreuzreaktionen zwischen diesen Tiergruppen.
Eine essenzielle Aminosäure, die der Körper unter anderem zum Aufbau des Botenstoffs Serotonin benötigt. Bei Fruktosemalabsorption kann unverdaute Fruktose im Darm Tryptophan binden, sodass weniger davon ins Blut gelangt. Ein niedrigerer Tryptophan-Spiegel wird als ein möglicher Faktor für depressive Verstimmungen bei Betroffenen diskutiert.
Ein Hormon der Hirnanhangsdrüse, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion anregt. Der TSH-Wert im Blut ist der wichtigste Screening-Parameter für Schilddrüsenfunktionsstörungen. Ein erhöhter TSH deutet auf eine Unterfunktion (Hypothyreose) hin. Bei Zöliakie wird der TSH bei Diagnosestellung bestimmt, weil autoimmune Schilddrüsenerkrankungen die häufigste Begleiterkrankung sind.
Zöliakie und Autoimmunerkrankungen | Laborkontrollen bei Zöliakie
Der wichtigste Bluttest zur Zöliakie-Diagnostik. Dieser Antikörper richtet sich gegen ein körpereigenes Enzym und ist bei aktiver Zöliakie in der Regel deutlich erhöht. Zusammen mit dem Gesamt-IgA-Wert bildet er den ersten Schritt der Abklärung. Ein negativer tTG-IgA schließt eine Zöliakie mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.
Die fünfte Geschmacksrichtung neben süß, sauer, salzig und bitter. Umami (japanisch für "herzhaft") wird durch freies Glutamat ausgelöst und ist verantwortlich für den intensiven Geschmack von Parmesan, Sojasauce, reifen Tomaten und Fleischbrühe. Der Geschmack wurde 1908 vom japanischen Chemiker Kikunae Ikeda beschrieben.
Eine Sonderform der Weizenallergie, bei der allergische Reaktionen nur dann auftreten, wenn nach dem Weizenverzehr körperliche Anstrengung folgt. Auslöser ist meist das Omega-5-Gliadin (Tri a 19). Verstärker können Alkohol, Schmerzmittel und Stress sein. Die Diagnose ist anspruchsvoll, weil ohne körperliche Belastung keine Symptome auftreten.
Eine IgE-vermittelte Allergie gegen Eiweiße im Weizen. Die Symptome reichen von Hautreaktionen und Magen-Darm-Beschwerden bis hin zur Anaphylaxie. Die Weizenallergie betrifft vor allem Kinder und wird oft im Schulalter ausgewachsen. Nicht zu verwechseln mit Zöliakie (Autoimmunerkrankung) oder Glutensensitivität (NCGS).
Eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten eine chronische Entzündung im Dünndarm auslöst. Die Darmzotten bilden sich zurück, sodass Nährstoffe schlechter aufgenommen werden. Betrifft etwa 1 Prozent der Bevölkerung, viele sind undiagnostiziert. Die Diagnose erfolgt über Zöliakie-Antikörper (tTG-IgA) und meist eine Dünndarmbiopsie. Die einzige Therapie ist eine lebenslange strikt glutenfreie Ernährung.
Fingerartige Ausstülpungen der Dünndarmschleimhaut, die die Oberfläche vergrößern und die Nährstoffaufnahme ermöglichen. Bei Zöliakie werden die Zotten durch eine Autoimmunreaktion abgeflacht, was zu Mangelerscheinungen führt.
Eine Gruppe von Süßungsmitteln, die in der Natur in Obst und Gemüse vorkommen und industriell als kalorienarme Zuckeraustauschstoffe eingesetzt werden. Zu den bekanntesten gehören Sorbit (E 420), Mannitol (E 421), Xylit (E 967) und Maltit (E 965). Zuckeralkohole werden im Dünndarm nur teilweise aufgenommen und können im Dickdarm vergärt werden. Sie gehören zu den FODMAP und werden bei Fruktosemalabsorption oft schlecht vertragen.
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Eine Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems, häufig IgE-vermittelt. Eine Intoleranz beruht auf einem Enzym- oder Transportproblem ohne Immunbeteiligung. Allergien können schon bei Spuren gefährlich werden, Intoleranzen sind meist dosisabhängig.
FODMAP steht für Fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole. Das sind kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden und im Dickdarm Beschwerden verursachen können.
Eine schwere, potenziell lebensbedrohliche allergische Reaktion, die mehrere Organsysteme gleichzeitig betrifft. Sie erfordert sofortige Notfallbehandlung mit einem Adrenalin-Autoinjektor und den Notruf 112.
Der H2-Atemtest misst Wasserstoff in der Atemluft nach Einnahme eines bestimmten Zuckers. Wird der Zucker im Dünndarm nicht aufgenommen, vergären Bakterien ihn im Dickdarm zu Wasserstoff. So lassen sich Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption und Sorbitintoleranz diagnostizieren.
Dieses Glossar dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft. Ampelo ist ein Orientierungshilfsmittel und kein Medizinprodukt.
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