Senfsamen gehören zu den potentesten Gewürzallergenen. Bereits kleine Mengen können bei sensibilisierten Personen Reaktionen auslösen, die im Einzelfall schwer verlaufen. Senf gilt als verstecktes Allergen, weil er in vielen verarbeiteten Produkten steckt, von Saucen und Dressings über Wurstwaren bis zu Gewürzmischungen.
Die Senfallergie ist insgesamt selten, gehört aber zu den häufigsten Gewürzallergien.[1] In französischen Studien gehörte Senf bei Kindern zu den häufigeren Nahrungsmittelallergien.[2] In Deutschland ist sie weniger verbreitet, taucht aber im Anaphylaxie-Register (Register für schwere allergische Reaktionen) als relevanter Auslöser auf. Über das Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom besteht eine Verbindung zur Sellerieallergie, die im Einzelfall mit abgeklärt werden kann.[3] Senf gehört zu den 14 kennzeichnungspflichtigen EU-Hauptallergenen[4] und muss genannt werden, wenn er als Zutat enthalten ist, auch in kleinen zugesetzten Mengen wie Gewürzmischungen, Marinaden oder Wurstwaren.[1]
Sin a 1 ist ein wichtiges Hauptallergen des Weißen Senfs (Sinapis alba), ein 2S-Albumin aus der Familie der Speicherproteine.[5] Daneben spielen weitere Senfkomponenten eine Rolle. Beim Schwarzen Senf (Brassica nigra) übernimmt Bra j 1 eine vergleichbare Funktion. Die Hitzestabilität dieser Speicherproteine erklärt mit, warum auch erhitzte oder verarbeitete Produkte mit Senfanteil Reaktionen auslösen können.[1]
Senf steckt in vielen Produkten, bei denen man ihn nicht sofort erwartet. Achte besonders auf folgende Quellen:
Senf muss als Zutat gekennzeichnet werden, auch in kleinen zugesetzten Mengen. Hinweise wie "Kann Spuren von Senf enthalten" sind davon zu unterscheiden: Es handelt sich um freiwillige Warnhinweise auf mögliche unbeabsichtigte Einträge. Wichtig: Ein fehlender Spurenhinweis bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt frei von unbeabsichtigten Senfeinträgen ist, denn die Angabe ist freiwillig.[7] Die sorgfältige Etikettenprüfung bleibt unverzichtbar, weil Rezepturen sich ändern können.
Ampelo scannt Barcodes und erkennt Senf in allen gängigen Bezeichnungen: Senf, Senfsamen, Senfmehl, Senfsaat und Senföl. Spurenhinweise werden separat angezeigt. Über 200.000 Produkte aus dem deutschen Lebensmittelhandel sind erfasst.
Bei schwerer Senf-Allergie mit Anaphylaxie-Risiko ist Ampelo kein Ersatz für die eigene Etikettenprüfung.
Folge den Empfehlungen deiner Allergologie und trage deinen Adrenalin-Autoinjektor immer bei dir.
Ampelo ist kostenlos, ohne Werbung und ohne Anmeldung.
Ampelo kostenlos testenIn Deutschland selten, in französischen Studien bei Kindern eine der häufigeren Nahrungsmittelallergien. Senf gehört zu den potentesten Gewürzallergenen.
Ein wichtiges Hauptallergen des Weißen Senfs, ein 2S-Albumin. Daneben spielen weitere Senfkomponenten eine Rolle. Die Hitzestabilität dieser Speicherproteine erklärt mit, warum auch verarbeitete Produkte Reaktionen auslösen können.
Bei sensibilisierten Personen können bereits kleine Mengen Reaktionen auslösen. Senf muss als Zutat gekennzeichnet werden; Spurenhinweise sind davon zu unterscheiden und freiwillig.
In Mayonnaise, Dressings, Wurstwaren, Marinaden, Saucen, Brühen, Würzmischungen und Pickles.
Ampelo kann beim Einkauf eine zusätzliche Orientierung bieten und Senf in gängigen Bezeichnungen sowie Spurenhinweise erkennen. Die App ergänzt die eigene Etikettenprüfung, ersetzt sie aber nicht.
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine Senfallergie wende dich an eine allergologisch erfahrene Praxis. Bei akuten Reaktionen rufe sofort den Notruf 112 und verwende deinen Adrenalin-Autoinjektor. Ampelo ist ein Orientierungshilfsmittel und kein Medizinprodukt.
Wir recherchieren jeden Artikel sorgfältig und prüfen ihn gegen aktuelle Leitlinien. Wenn dir dennoch ein Fehler auffällt, freuen wir uns über eine Nachricht an kontakt@ampelo.de.