Lupinen sind eine aufstrebende Eiweißquelle in der veganen und glutenfreien Küche. Für Erdnussallergiker und Menschen, die direkt auf Lupine allergisch sind, können sie jedoch ein erhebliches Risiko darstellen. Lupine zählt zu den 14 EU-Hauptallergenen.
Süßlupinen sind Hülsenfrüchte aus der Familie der Leguminosen und botanisch eng mit Erdnüssen, Sojabohnen und Linsen verwandt. Aus Lupinensamen werden Mehle, Schrot, Flocken, Eiweißisolate und Milchersatz hergestellt. Wegen ihres hohen Proteingehalts und der heimischen Anbaumöglichkeit gewinnen sie als Zutat in veganen Produkten, Brot, Backwaren und glutenfreien Lebensmitteln zunehmend an Bedeutung.[1]
Die primäre Lupinenallergie ist in Deutschland weiterhin selten, nimmt aber mit dem zunehmenden Einsatz in Lebensmitteln zu. Klinisch besonders bedeutsam ist die Kreuzallergie zur Erdnuss: Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) reagiert etwa jeder fünfte Erdnussallergiker auch auf Lupine.[1] Eine Erdnussallergie bedeutet aber nicht automatisch, dass du auch auf Lupine reagierst. Ob ein Risiko besteht, sollte allergologisch abgeklärt werden. Die Reaktionen bei tatsächlich Betroffenen können schwer verlaufen und bis zur Anaphylaxie (schwere allergische Reaktion) führen.[1]
Reaktionen sind IgE-vermittelt (das Immunsystem bildet Antikörper gegen das Allergen) und treten meist rasch, oft innerhalb von Minuten nach dem Essen, auf.[2]
Lupine ist in der EU als Hauptallergen kennzeichnungspflichtig (EU-VO 1169/2011).[5] Achte auf folgende Quellen:
Besondere Vorsicht gilt außer Haus und bei importierten Backwaren: Lupinenmehl ist in südeuropäischen Bäckereien verbreitet und taucht in Pancakes, Waffeln, panierten Produkten und kontinentaleuropäischen Backwaren auf, ohne dass es dort immer sofort erkennbar ist.[2]
Ampelo scannt Barcodes und erkennt Lupine in allen gängigen Bezeichnungen: Lupinenmehl, Lupinenschrot, Lupinenprotein, Lupinendrink, Süßlupine und Tremoços. Spurenhinweise werden separat angezeigt. Über 250.000 Produkte aus dem deutschen Lebensmittelhandel sind erfasst.
Bei schwerer Lupinen-Allergie mit Anaphylaxie-Risiko ist Ampelo kein Ersatz für die eigene Etikettenprüfung.
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Ampelo kostenlos testenHülsenfrüchte aus der Familie der Leguminosen, eng verwandt mit Erdnuss und Sojabohne. Aus den Samen werden Mehl, Schrot, Eiweißisolate und Milchersatz hergestellt.
Etwa jeder fünfte Erdnussallergiker reagiert auch auf Lupine. Das heißt aber nicht, dass du automatisch betroffen bist. Eine allergologische Abklärung schafft Klarheit und verhindert unnötige Einschränkungen.
In Brot und Backwaren, Fleisch- und Milchalternativen, glutenfreien Mehlmischungen, Pasta, Proteinriegeln und mediterranen Snacks.
Ja. Hinweise wie "Kann Spuren von Lupine enthalten" weisen auf Kreuzkontamination hin und sollten bei nachgewiesener Allergie ernst genommen werden.
Ampelo erkennt Lupine in allen gängigen Bezeichnungen sowie Spurenhinweise und kann so beim Einkauf eine zusätzliche Orientierung bieten. Die App ergänzt deine Etikettenprüfung, ersetzt sie aber nicht.
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine Lupinenallergie wende dich an eine allergologisch erfahrene Praxis. Bei akuten Reaktionen rufe sofort den Notruf 112 und verwende deinen Adrenalin-Autoinjektor. Ampelo ist ein Orientierungshilfsmittel und kein Medizinprodukt.
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